Filmabend "Freistunde" im Liliom - Gratiseintritt für Schüler*innen

Podiumsdiskussion mit der Regisseurin und Schülerinnen der demokratischen Schule Ammersee

Am Freitag den 7. Oktober herrschte großes Gedränge im Vorraum des Liliom-Kinos am Stadtgraben. Der Verein eigenaktiv und die StadtSV haben zum Filmabend "Freistunde - Doing nothing all day" mit anschließender Podiumsdiskussion geladen. Der Film handelt von demokratischen Schulen und demokratischen Konzepten an staatlichen Schulen - überall auf der Welt. Gekommen sind über 100 Interessierte, darunter auch knapp 30 Schüler*innen, denen die StadtSV den Eintritt bezahlt hat.1 Bei der Podiumsdiskussion nach dem Film konnten sie ihre Fragen stellen. Beantwortet wurden sie von der Regisseurin Margarete Hentze, zwei Schülerinnen der freien-demokratischen Schule Ammersee und Leo Selinger und Sarah Breyer vom eigenaktiv e.V., einer Gründungsinitiative für eine demokratische Schule in Augsburg.
Viele Gäste hatten vorher noch nie von demokratischen Schulen gehört. Dementsprechend gern wurden die Schülerinnen der freien-demokratischen Schule Ammersee zu ihrem Schulalltag befragt. Wann und wo es in Augsburg los geht, konnte aber nicht geklärt werden. Die freie inklusive demokratische Schule Luana Augsburg ist in Planung. Es fehlt nur noch ein Gebäude und die abschließende Genehmigung der Regierung von Schwaben. Voraussichtlicher Schulstart ist September 2017.

Im Anschluss an den Film wurde im Liliom-Café weiter heiß diskutiert und das einjährige Bestehen des eigenaktiv e.V. gefeiert.

Wenn ihr wissen wollt was eigentlich eine demokratische Schule ist, dann schaut hier mal 3min rein:

https://www.youtube.com/watch?v=AqnKmmYo3vQ#t=3m06s

 

Der Trailer zum Film:

https://www.youtube.com/watch?v=BOabMjzTCJg

Um was ging's im Film:

Der partizipative Dokumentarfilm FREISTUNDE geht von der Prämisse aus, dass Menschen am effektivsten und nachhaltigsten in aktiven Prozessen lernen, die etwas mit dem eigenen Leben zu tun haben.
Unter diesem Blickwinkel nimmt es es staatliche und private Schulen unter die Lupe, die selbstbestimmtes Lernen auf der Basis demokratischer Schulstrukturen fördern. Jeder Ansatz ist wertvoll und soll ermutigen neue Wege des Lernens zu wagen. Einige Schulen bezeichnen sich als demokratische Schulen, weil in ihren Gremien alle Mitglieder gleiches Stimmrecht haben und die Schüler ihre Lernbegleiter, ihre Kurse und ihren Stundenplan selbst wählen.
Die Behauptung, dass Kinder an solchen Schulen nichts lernen, ist weit verbreitet:
Doing Nothing All Day – handelt es sich bei dieser Sorge um ein Vorurteil, oder entspricht es doch der Realität? Der kritische und differenzierte Blick der Protagonistin soll helfen, diese Frage zu beantworten.
FREISTUNDE zeigt die Recherchereise einer jungen Mutter auf der Suche nach der idealen Schule für ihren Sohn. Dabei entdeckt sie die Ursprünge demokratischer Schulen im 19.Jahrhundert und reist zu Schulen in Israel, England und Deutschland.
Schüler und Lehrer von Schulen mit demokratischen Ansatz, wie Niklas Gidion und Eva Haas von der Freien Demokratischen Schule Kapriole und Andrea Oestreicher, Lehrerin einer staatlichen Schule und Dozentin an der LMU München lassen uns teilhaben an ihrem Schulleben.

Verweise:

1Wir haben die Eintrittsgelder über einen Fördertopf des Bundes "Demokratie leben!" beantragt. Diesen Fördertopf kann prinzipiell jede Schülervertretung nutzen.